Mittwoch, 27. Januar 2010
Beyonce meets Secret of Mana?
Ab Sekunde 10 anhören.
Ab Sekunde 30 anhören.
Sonntag, 13. September 2009
Auf dem Symphonic Fantasies Konzert
Freitag, 28. August 2009
EES - "No, No, No!"
Für alle, die mein neues Musikvideo noch nicht gesehen haben, hier auch mal eine kleine Meldung auf dem Blog :) "No, No, No" von EES, gedreht in Köln an nur einem Tag und mit keinem Budget. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Freitag, 14. August 2009
Endspurt für Ees' "No, No, No" - ein Pannenbericht
Nach knapp zwei Monaten verstreuter Arbeit und einer Marathon-Woche für die Fertigstellung hat das Schiff endlich seinen Hafen erreicht, die Odyssee endet in Ithaka. Wem das zu schlau daherkommt: Das Moped ist fertisch. "No, No, No" tanzt endlich auf YouTube vor sich hin, später auf MTV Africa. Nicht etwa, dass ich den großen Stress und das Last-Minute-Arbeiten etwa NICHT erwartet hätte; und nicht auch etwa, dass ich es sogar ein bisschen vermisst habe. Nein, nein, das alles nicht. Der Ärger entstand mir in dieser Woche viel eher durch die groteske Form der Selbstverständlichkeit, mit der mir mein sorgsam zurecht gelegter Zeitpuffer vom Schicksal weggefressen wurde. Am Montagabend gab es die Abnahme durch Ees. Abnahme heißt, das Video muss schon ziemlich nahe der Fertigstellung sein, sonst macht so eine Abnahme keinen Sinn. Heißt auch, dass mir theoretisch drei Tage (und Nächte) blieben, um die letzten Feinheiten zu erledigen. Ein stemmbare Aufgabe für ein Vier-Minuten-Video könnte man meinen. Theoretisch. Am Dienstag sollten die Anpassungsswünsche von Ees berücksichtigt werden. In der Nacht - ausrendern. Am Mittwoch sollte das Intro (Flug über den Globus) fertiggestellt werden. In der Nacht - ausrendern. Am Donnerstag schließlich sollte alles nur noch überprüft & versüßt werden, rendern (minimal), abends Abgabe. Toller Plan. Könnte man meinen.
Time Waste #1
Nun entschied sich am Dienstag allerdings mein Schnittprogramm Adobe Premiere einen SCHWERWIEGENDEN FEHLER auszuspucken bei jedem Öffnungsversuch. Neuinstallation - nix. Recherche - too much. Eigentlich halb so wild. Ich war ja schon in das Finishing Programm After Effects "umgezogen". Aaaber. Die Wünsche von Ees bezogen sich auf den Schnitt. "Mooomeeent!", lehrte ich ihn da also am Montag neunmalklug, "wir machen die Änderungen in Premiere, aber nur wegen der Handhabung. Die ECHTEN Änderungen mache ich hingegen in After Effects. So spare ich mir einen erneuten Umzug." Denn ein Umzug von dem einen Programm ins andere bedeutet viele Stunden Fitzelarbeit. Schnitt auf Dienstag: Ich will mir die Änderungen vom Montag in Premiere anschauen. Schwerwiegender Fehler. Hm. Also: Umziehen, viele Stunden Fitzelarbeit. Weil After Effects kann Premiere Dateien öffnen (= man zieht um), mein Premiere nicht.
Time Waste #2
Bis in die frühen Morgenstunden konnte ich dann soweit alle Änderungen vornehmen, schlafen gehen und den Rechner zum Rendern tun. Als ich gegen 13 Uhr erwachte, war das Intro dran. Ein tolles Ding. Bis in die Abendstunden wurde dran gebastelt - ich lag noch in der Zeit. Nur entschied sich das After Effecs Projekt beim Rendern dann zu einem Fehler, der mir zuvor noch nie untergekommen ist: "Der Bildpuffer konnte nicht zugeordnet werden". Wow. Ich hatte das Ding zu groß gemacht und nun keine Chance, es in überschaubarer Zeit kleiner zu machen. Aber klar, hab ich Verständnis für - dachte ich mir - mein armer PC, er ist doch noch so klein... es handelt sich doch nur um eine DUAL QUAD CORE 4 GB RAM DELL PRECISION WORKSTATION. Fuck off. Ich stellte in der Nacht noch Recherchen an, wie man After Effects aufbohren könnte. Nichts half. Mir kam die Idee, VORZURENDERN. Kleine Stückl sozusagen, Step-by-Step. Ich lieh mir während dem Rendering den Film Mars Attacks aus. Vor-rendern erfolgreich. Mars Attacks lief noch. Also - Intro ERNEUT zum vollständigen Rendern tun. Als mein Tag dann gegen 6 Uhr morgens endete, schaute ich nach und das Projekt war gerendert! Yeah! Aber moment... die Vor-Renderings hatten einen eklatanten Renderingfehler eingespeist. Alle Mühe umsonst. Genau wie Mars Attacks. Ich entschied mich, während der Heiazeit lieber das Musikvideo als HD auszurendern. Dumm nur, dass ich dann tags darauf erfuhr, dass das HD Material gar nicht so dringlich wäre. Naja. Schlafen hätte ich ja eh gemusst.
Time Waste #3
Eine meiner Recherchen zur Verbesserung der After Effects Performance führte mich zu einem Rendering-Plugin, was eigentlich ganz toll sein soll. War es aber nicht, der Fehler blieb bestehen und der Rechner wurde brutto ca eine Stunde lang sinnlos ausgebremst. Nukleorer Bullshit. Aber ich war auch etwas gereizt.
Time Waste #4
Eine weitere Kleinigkeit war der Umstand, dass meine Arbeitsfestplatte zu voll war, um das unkomprimierte Material speichern zu können. Ich musste also einen großen Säuberungslauf und Umzug veranstalten. Und 100 GB Transfer wollen ja auch erstmal über eine USB Schnittstelle gejagt werden...
Time Waste #5
Als #5 bezeichne ich den Abschnitt von sämtlichen Kommunikationskanälen, als ich am Donnerstag aufstand. Das Intro musste allmählich gerendert werden und ich dachte mir, eine letzte Recherche zur Performance Steigerung ist noch drin! Mein Browser zeigte mir eine fremde Startseite an. Hm. "Ihr Internetzugang wurde gesperrt." Cool. Da hieß es, ich habe entweder die Rechnung nicht gezahlt oder bin Virenverseucht. Ich vermute letzteres, siehe meinen vorigen Blog Entry. Auf alle Fälle war nichts mehr mit Recherchieren, mit Internet und ÜBERHAUPT. Nun zumindest mal die weitere Planung meines sozialen Lebens fürs WE wollte ich noch klären, und als Minimum das Treffen mit Ees am Abend besprechen. Aber. Mein Handyladegerät war nicht da und mein Handyakku leer. Und mein Telefon hängt sich alle paar Tage auf, so auch an besagtem Donnerstag. Aufhängen = ich höre nix mehr. Die Lösung ist, meine ganze Verkabelung auszustecken, in verschiedenen Reihenfolgen wieder reinzustecken und zu hoffen, dass das Problem verschwindet. Da ich mich ja irgendwie mit der Außenwelt verständigen musste, hieß es also, meine Rendering Bemühungen zwischenzeitig aufzugeben. Irgendwann ging das Telefon dann wieder. KAUFT EUCH KEINE FRITZ BOX! Ich hab die zumindest das letzte Mal gekauft. Achja, nur am Rande: Die Recherche auf dem eigenen Rechner zur Performancesteigerung ging auch nicht, da mein Windows eine fehlende DLL Datei meldete, die für die Suchfunktion nötig ist.
Time Waste #6
Aber der wirklich heftigste Time Waste, der dann den kompletten Donnerstag bis 19 Uhr eingenommen hat, war etwas, das ich gerne "Betreutes Rendern" nenne. Nicht Betreutes Wohnen, nicht Betreutes Lernen - Betreutes Rendern. Das heißt, du musst die ganze Zeit vor deinem Rechner sitzen und den Rendervorgang genau beobachten, weil er quasi zu jedem Zeitpunkt abbrechen kann und du ihn dann wieder ankurbeln musst. Ein Spaßgarant auf Jahre. Auf diese Weise gelang es mir, den Bildpuffer Fehler zu "umgehen". Höhö. Da hab ich es After Effects gegeben wa. Jedem Frame entgegen fiebern, den Rechner alle paar Minuten neustarten, ansonsten zumindest After Effects - eine Erfahrung, die man mal machen sollte! Es ist geil zu sehen wie deine Langeweile vor lauter Ödness im Konflikt ist mit der Angst, jede Sekunde der Deadline näher zu kommen. Vergeht die Zeit nun langsam oder schnell? Ich verrate es nicht!
Happy End...
So gab es denn also keinen Zeitpuffer mehr, keine Sahnehäubchen. Nur ne alte Bohnensuppe vom Vortag (für mehr fehlte die Zeit). Auf den letzten Drücker konnte ich das Intro dann mit dem restlichen Material verbinden, einen Look drauflegen und - oh ja, wieder After Effects Abstürze beobachten! Da ich den Tag über mit Betreutem Rendern zugebracht habe (1-3 Frames pro Durchlauf), konnten mir die Abstürze alle 20-30 Frames aber nur ein müdes Lächeln entlocken. Ich behielt die Oberhand. Um 20.30 Uhr konnte ich den Film brennen, Abgabe 21.00 Uhr. Nice!
Fazit
Was ich an alledem so beeindruckend Scheiße finde, ist, dass ich alle genannten Fehler selten bis nie, und dann einzeln verteilt über viele Dekaden (ich übertreibe) bekomme - aber doch nicht alle in der gleichen Woche! Nun will ich meine eigene Schuld gar nicht leugnen. Und bestimmt sind alle Dinge auf kosmische Weise miteinander verknüpft und kausal nachvollziehbar. Wer seinen Rechner am Montag z.B. auf der Systempartition auf 1 MB freiem(!) Plattenspeicher fährt (wusste gar nicht, dass das technisch möglich ist), wer in After Effects eine Komposition mit 9500x3500 Pixeln anlegt, wer sein Handyladegerät verlegt und seinen Rechner nicht sorgsam genug von Viren befreit (ich habe AntiVir durchlaufen gelassen, echt!), wer wild in den lokalen Settings die GB-schweren Ordner löscht - ja der mein lieber Leser, der verdient es auch nicht anders! Und trotzdem bleibt das Gefühl, mal wieder Opfer und Zeuge einer legendären Schweinerei geworden zu sein. Oink oink.
