Freitag, 26. Juni 2009

Internet-Offensive gegen SPD und Union

Aufmerksam gemacht hat mich dieser Artikel:
Online-Wahlkampf: "Sie werden sich wünschen, wir wären politikverdrossen" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt

Als Reaktion auf die Entscheidung der SPD, die Internetsperre für Kinderpornographie-Seiten trotz der 130.000 Stimmen starken Petition durchzuboxen, haben jetzt viele Blogger und Internetmeinungsmacher eine "publizistische" Front gegen SPD und Union angekündigt.

"Sie werden sich wünschen, wir wären politikverdrossen" - so der Schlachtruf der Netzgemeinde. Es sollen die beiden großen Parteien spüren, dass im Internet ein neue, zahlen- und meinungsstarke Generation herangewachsen ist.

Was haltet ihr von diesem Trend? Habt ihr selbst schon davon gehört oder könntet ihr euch vorstellen, in den Kanon einzustimmen?

Ich selbst vertrete zwar prinzipiell den Standpunkt, dass es wenig sachorientiert ist, ein ganzes politisches Programm - das mir nicht einmal näher bekannt ist - nur wegen einer vergleichsweise geringen politischen Entscheidung zu boykottieren. Andererseits sehe ich in dieser ganzen Aktion vor allem eine willkommenen Möglichkeit, um seinen Politik-Frust zu entladen und ein überaltertes System mal wieder wachzurütteln. Updaten würde wohl der Netzgänger sagen, Politik 2.0. Der nachhallende Ärger um die Internetsperre bildet einen roten Faden, an dem sich viele Leute zu einer Stimme vereinen können, auch wenn diese Stimme zunächst mal nichts anderes sagt als 'DAGEGEN'. Aber immerhin lässt sich so ein Bewusstsein schaffen, und wenn beim nächsten Mal 130.000 Leute die Möglichkeiten des Netzes nutzen, um politisch aktiv zu werden (ich habe die Petition übrigens auch online unterschrieben), sehen die Regierenden diese Stimmen vielleicht schon als wertvoller an. Ultimativ geht es also darum, die Schlagkraft des Mediums Internet zu demonstrieren.

Und geht Politik schlussendlich nicht genau darum? Mit einzelnen, exemplarischen Handlungen Meilensteine für einen größeren Gedanken zu setzen? Ich zumindest fühle mich nach dem Verfassen dieser Zeilen ein kleines Stück besser und habe das Gefühl, mehr bewirkt zu haben als durch das Ankreuzen eines Wahlzettels. Zumindest ist es eine willkommene Ergänzung.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Mein erster Post überhaupt

Dies ist mein erster Post überhaupt in einem Blogsystem. Es ist spät nachts und wirklich zu erzählen habe ich auch nichts - ich weiß schon, warum ich bislang meine Finger davon gelassen habe ;) Was mich heute geritten hat, es dennoch zu tun, weiß ich hingegen nicht. Grundsätzlich muss ich wohl von der Einfachheit begeistert gewesen sein, mit dem Google-Blogsystem "einfach so" loslegen zu können. Durchaus angenehm nach Monaten der Typo3-Open-Source-Do-It-Yourself-Baukästen :) Und ein wenig Trend wird es wohl auch gewesen sein. Hand aufs Herz: Ich habe binnen weniger Wochen einen Facebook-, einen Twitter- und einen Wer-kennt-Wen Account eingerichtet, das riecht doch schwer nach "vom Trend ersäuft". Aber es geht mir ganz gut dabei. Ich denke sogar darüber nach, mir so Web-Visitenkarten anfertigen zu lassen. Not.

Naja, wie dem auch sei, beobachten wir mal alle (an vorderster Stelle ich selbst), wie lange und ob überhaupt dieses Experiment "Blog" für mich läuft. Falls da draußen jemand diese Zeilen hier wirklich ernsthaft gelesen hat, tut es mir echt Leid. Ich hätte dir sagen sollen, dass solche Texte nur meine Version der "Lorem ipsum"-Platzhalter sind :) Never mind.