Mittwoch, 29. Juli 2009

Besuchertausch für Webmaster - eBesucher.de

Ich bin auf eine gute Website gestoßen, die für jeden Betreiber einer eigenen Website egal welcher Größe interessant sein dürfte: www.ebesucher.de. Es geht kurz gesagt um Besuchertausch. Ich selbst war mit diesem System nicht sehr vertraut, ehe man mich auf der Seite aufgeklärt hat. Es geht recht einfach zu: Man meldet sich an und lässt im Hintergrund eine "Surfbar" laufen, also ein Browserfenster, in dem alle 15 Sekunden diverse Seiten rotieren. Dadurch generiert man Punkte, und diese Punkte wiederum können genutzt werden, um seine eigene Website in die Rotation mit aufzunehmen, die dann von allen Nutzern des Programms gesehen wird. Dadurch kann man mit mathematischer Präzision Traffic auf seiner Website erzeugen, und Besucherzahlen von 1000 und mehr pro Stunde generieren.

Der aufmerksame Leser hat natürlich auch schon die Kehrseite der Medaille bemerkt: Dadurch, dass die Website nur in einer 15 Sek Rotation angezeigt wird und viele User ihre Surfbar einfach nur im Hintergrund laufen lassen, sind diese User natürlich nicht so viel Wert wie reguläre. Die meisten, um genau zu sein, werden von ihrem "Besuch" auf der Website wahrscheinlich nicht einmal etwas mitkriegen.

Trotzdem hat es mir dieses System angetan. Zuerst, weil mehr Traffic am Ende doch immer gut ist (es kann außer Trafficgebühren eigentlich nur positive Zusatzeffekte bringen) und dann, weil eben doch nicht jeder User immer nur wegschaut. Google Analytics hat es mir gezeigt: Diverse Gäste von www.ebesucher.de haben sich lange über die 15 automatischen Sekunden auf der Page aufgehalten und diverse Unterseiten angeklickt. Es wäre illusorisch zu glauben, dass die Conversion höher als eine wenige Prozent liegt, wenn überhaupt. Andererseits kostet es den Website-Betreiber nur die Mühe, während seiner täglichen Internetarbeit die Surfbar im Hintergrund laufen zu lassen (und vielleicht findet man noch einen Kumpel, der selbst mitmacht). Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt also. Ich finde, die Page hat eine Chance verdient.

Nur zur Info: Es gibt auch ein Anwerbungsprogramm, und natürlich habe ich meine Links auf www.ebesucher.de mit meinem Referrer versehen. Wer es mir nicht gönnen möchte, der gebe den Link manuell ein ;)

*UPDATE*
Ich würde jedem, der an solchen Programmen teilnehmen möchte, auf jeden Fall dringend zu einer makellosen PC-Sicherheit raten. Ein Up-to-Date Anti-Virenprogramm ist Pflicht, besser noch zusätzlich eine Firewall und Sicherheitssettings des Browsers auf hoch stellen. Ich komme darauf, weil mir eben der Internetzugang gesperrt wurde, da mein PC angeblich Spammails versendet - AntiVir fand auch ein Backdoorprogramm. Da mir sowas vorher noch nicht passiert ist, vermute ich eine unseriöse Website, die sich in das eBesucher Programm geschmuggelt hat. Also Leute, seid schlauer und macht's mit.


Mittwoch, 15. Juli 2009

Zeiten des Aufruhrs - Filmtipp

Ich habe soeben den Film "Revolutionary Road" (dt. "Zeiten des Aufruhrs") gesehen und bin während ich diese Zeilen schreibe immer noch tief bewegt von dem Eindruck, den er auf mich hinterlassen hat.

Lange Zeit habe ich die Finger davon gelassen, da mir weder das Schnulzenpaar DiCaprio/Winslet, noch die Backcover-Story von einem Beziehungsdrama einen sonderlich appetittlichen Film versprach. Heute schließlich, um zwei Uhr nachts am Schalter der 24h-Stunden-Videothek, habe ich es mir dann anders überlegt und bin entgegen niedriger Erwartungen aufs Äußerste überrascht worden.

Dem Film gelingt, was meiner Meinung nach nur wenigen Filmen vergönnt ist: Eine tiefe menschliche Wahrheit in seinem Verlauf abzubilden. Die Leistung des von mir bislang verschmähten Schauspielerpaares tat zur punktpräzisen Inszenierung eines Sam "Amercian Beauty" Mendes und dem einfühlsamen Score eines Thomas Newman sein Übriges und hat einen Film entstehen lassen, der im Sinne seiner Aufgabenstellung 10 meiner 10 denkbaren Punkte erhält.

Ich will gar nicht weiter auf die Story eingehen, nur soviel: Tatsächlich handelt es sich um ein waschechtes Beziehungsdrama im ursprünglichsten Sinne, das um den vermeintlichen Traum eines gemeinsamen Neuanfangs in Paris und den damit einhergehenden Ängsten kreist. Wer den Film schaut, muss sich auf ein eben solches Drama einstellen: Laute und krude Momente wechseln mit einfühlsamen Liebesbekenntnissen in einem Rhythmus, der für jeden, der eigentlich gerade keine emotionale Achterbahn fahren wollte, schon fast anstrengend wirken kann. Das Spiel der Darsteller, auch in vielen Nebenrollen, hat für mich desöfteren einen Hauch des Overactings gehabt. Zugegeben also, der Affekt und das nach außen getragene Geplänkel fahren hart an einer Grenze, die je nach persönlicher Laune des Zuschauers vielleicht auch mal überschritten wird.

Und dennoch bin ich von dem Film und seiner Story hellauf begeistert. Denn er schafft es, das Gefühl zu vermitteln, dass all diese spannungsgeladenen, äußerlichen Momente immer noch gar nichts sind im Vergleich zu dem, was im Inneren der Charaktere vor sich geht. Er erzählt von zwei Menschen, mit denen man sich (ich zumindest) gut identifzieren kann, die in ihrem nahezu verzweifelten Streben nach Einzigartigkeit einen Traum leben wollen, der genau in dem Maße vernünftig und törricht wirkt, wie es der Verlauf des Films zeichnen will. Wir leben mit dem Pärchen ihre Krise aus, genießen mit ihnen zusammen das berauschende Gefühl, bald dem tristen Alltag nach Paris zu entfliehen und fühlen uns sodann ertappt, als sich die nachvollziehbaren Gründe dagegen entwickeln und wir selbst ratlos zurückbleiben.

Und zum Schluss ist alles so, wie man es von der nüchternen Wirklichkeit und dem menschlichen Gemüt erwarten würde, ohne aber die Charaktere, die ihm zum Opfer fallen, zu verurteilen. Gut, das dramatisierte Ende setzt dann noch einen oben drauf, aber das macht den Film schließlich auch zu dem erzählerischen Meisterwerk, für das ich ihn halte (nur Realität ist ja auf doof ;)). Ich würde soweit gehen und dem Plot eine Shakespeare'sche Tragweite zusprechen, ebenso wie eine Tragik. Denn ohja, traurig ist er auch, unendlich traurig. Aber ein Denkmal für die Menschlichkeit.

So, dann mache ich mal auf und bringe ihn zurück. Das Menü, das in Warteschleife im anderen Zimmer läuft, geht mir trotz des fantastischen Inhalts allmählich auf den Senkel ;)


Donnerstag, 9. Juli 2009

Blog offiziell online

Seit heute ist dieser Blog offiziell online. Wie ich schon in meinem Platzhalter-Text (erster Post) so treffend schrieb, bleibt abzuwarten, ob ich mich tatsächlich in die Riege der verlässlichen Blogger einreihen werde. Schreibebedarf habe ich zwar oft, nur meistens entlädt der sich zielgerichtet auf meine Geschichten :) Wie dem auch sei, ich hoffe, hier das eine oder andere interessante Update anbringen zu können und dir, dem Leser, einen echten Mehrwert zu schaffen. Damit sich das Lesen dieser Zeilen nun wenigstens ein bisschen gelohnt hat, hier als Entschädigung eines meiner momentanen Lieblingsbilder: http://www.hipsterwave.com/wp-content/uploads/2009/03/yo-dawg-oven.jpg. Wenn das mal kein Mehrwert war...